Restriktionen: Raum: nüchterne Mehrzweckhalle; Publikum: es gibt nur einen Ehrengast; Jubilar: hat kein besonders ausgeprägtes Hobby; Programm: zum Abschluss der Rede eröffnen Sie das Buffet
Guten Abend, meine Damen und Herren; guten Abend, Herr Ungewiss von der Abteilung "Sicherung des Brandschutzes". Neben all den Jubilaren, über die heute schon gesprochen wurde, darf auch ich noch einige Worte zu einem weiteren Jubilar sagen.
1977 bekam die Werkfeuerwehr des örtlichen Industriegebiets hauptberuflichen Zuwachs: Das waren Sie, Herr Helmut Flamm!
Sein Name prädestiniert ihn quasi für seinen Kampf gegen die Flammen: Helmut kommt nämlich aus dem Altdeutschen. "Helm" bedeutet "helm" und "muot" steht für "von edlem Sinne"; Flamm spricht für sich.
Ihre Liebe zum Beruf ist so groß, dass Sie daneben kaum Zeit für ein ausgeprägtes Hobby haben. Aber, Helmut, das stört uns persönlich nicht! ;)
Ihre Bereitschaft, Risiken einzugehen und das Leben anderer über Ihr eigenes zu stellen, ist bewundernswert.
Helmut, wir danken Ihnen für 30 Jahre heiße Dienstzeit!
Meine Damen und Herren, Ihr Magen knurrt sicherlich auch schon, deshalb darf ich Sie nun dazu einladen, sich am Buffet zu bedienen. Guten Appetit!
2007-11-18
Lección 14: Mi pintura lleva en sí el mensaje del dolor
"Me gustan mucho las cosas, la vida, la gente. El dolor no, eso no lo soporto. No tengo miedo de la muerte, pero quiero vivir." Frida Kahlo (1907-1954)
"Ich mag die Dinge, das Leben, die Menschen sehr. Den Schmerz nicht, den ertrage ich nicht. Ich habe keine Angst vor dem Tod, aber ich liebe es, zu leben."
el dolor - Schmerz
el miedo - Angst
la muerte - Tod
la locura - Wahnsinn
el amor - Liebe
la ternura - Zärtlichkeit
el sufrimiento - Leiden
la lágrima - Träne
"Ich mag die Dinge, das Leben, die Menschen sehr. Den Schmerz nicht, den ertrage ich nicht. Ich habe keine Angst vor dem Tod, aber ich liebe es, zu leben."
el dolor - Schmerz
el miedo - Angst
la muerte - Tod
la locura - Wahnsinn
el amor - Liebe
la ternura - Zärtlichkeit
el sufrimiento - Leiden
la lágrima - Träne
Praktische Vortragsrhetorik Rede Eins
Meine sehr geehrten Damen und Herren, mein Name ist D.S. und ich darf Sie recht herzlich zur diesjährigen Tagung des Philosophischen Fußballvereins PhiFu e.V. begrüßen. Mit meiner Rede möchte ich Sie auf den heutigen Tag einstimmen und beginne mit dem Zitat einer Regel aus dem Regelwerk des DFB: Das Spiel wird von zwei Mannschaften bestritten, von denen jede höchstens 11 Spieler aufweisen darf; einer von ihnen ist der Torwart. Das Spiel kann nicht beginnen, wenn eine der Mannschaften aus weniger als sieben Spielern besteht.
"Warum eigentlich ausgerechnet elf Spieler?", habe ich letztens meine Mitbewohnerin gefragt, die selbst Fußball spielt und darauf eigentlich eine Antwort wissen müsste.
Doch sie sah mich nur erstaunt an und meinte: "Puh, tja... Keine Ahnung, da hab ich noch gar nicht so drüber nachgedacht."
Nun, meine Damen und Herren, ich habe darüber nachgedacht und möchte Ihnen nun meine Suche nach der Antwort in drei Punkten darlegen:
Um eine Antwort zu bekommen, müssen wir erst einmal zum Ursprung des Fußballs zurückkehren, der - wie so viele Ursprünge - in China liegt. Im 3. Jahrhundert v. Chr. war Fußball in China sehr beliebt und auch die Maya und Azteken spielten einen fußballähnlichen Sport.
In Europa war der Fußball besonders in England weit verbreitet. Stellen Sie sich vor, meine Damen und Herren: Ganze Dörfer spielten gegeneinander und trugen so ihre Rivalitäten aus! Als Spielfeld diente dabei die Landschaft zwischen den jeweiligen Dörfern und dabei war es völlig egal, wie weit diese auseinander lagen!
Im 19. Jahrhundert dann wurde der Fußball an den englischen Eliteschulen eingeführt. Vorne mit dabei waren die Schulen und Universitäten von Cheltenham, Eton, Harrow und Cambridge. Dabei hatte jede Schule ihre eigenen Regeln, das heißt, die einzelnen Schulen konnten nie gegeneinander antreten! Zu dieser Zeit umfasste eine Mannschaft etwa 15 bis 20 Spieler.
Erst 1846 verfasste die Uni Cambridge schließlich ein allgemein gültiges Regelwerk, in dem auch das erste Mal festgehalten wurde, dass in einer Fußballmannschaft nur elf Spieler sein müssen.
Ja, meine Damen und Herren, hiermit komme ich zum Schluß und möchte Ihnen, die Sie sich hoffentlich auch nicht so einfach mit dieser Antwort zufrieden geben wollen, noch sagen: Der eigentliche Grund, warum in einer Fußballmannschaft elf Mann spielen, ist der, dass die Universitäten zur damaligen Zeit Schlafsäle mit elf Betten hatten.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen viel Vergnügen beim weiteren Verlauf der Tagung!
"Warum eigentlich ausgerechnet elf Spieler?", habe ich letztens meine Mitbewohnerin gefragt, die selbst Fußball spielt und darauf eigentlich eine Antwort wissen müsste.
Doch sie sah mich nur erstaunt an und meinte: "Puh, tja... Keine Ahnung, da hab ich noch gar nicht so drüber nachgedacht."
Nun, meine Damen und Herren, ich habe darüber nachgedacht und möchte Ihnen nun meine Suche nach der Antwort in drei Punkten darlegen:
Um eine Antwort zu bekommen, müssen wir erst einmal zum Ursprung des Fußballs zurückkehren, der - wie so viele Ursprünge - in China liegt. Im 3. Jahrhundert v. Chr. war Fußball in China sehr beliebt und auch die Maya und Azteken spielten einen fußballähnlichen Sport.
In Europa war der Fußball besonders in England weit verbreitet. Stellen Sie sich vor, meine Damen und Herren: Ganze Dörfer spielten gegeneinander und trugen so ihre Rivalitäten aus! Als Spielfeld diente dabei die Landschaft zwischen den jeweiligen Dörfern und dabei war es völlig egal, wie weit diese auseinander lagen!
Im 19. Jahrhundert dann wurde der Fußball an den englischen Eliteschulen eingeführt. Vorne mit dabei waren die Schulen und Universitäten von Cheltenham, Eton, Harrow und Cambridge. Dabei hatte jede Schule ihre eigenen Regeln, das heißt, die einzelnen Schulen konnten nie gegeneinander antreten! Zu dieser Zeit umfasste eine Mannschaft etwa 15 bis 20 Spieler.
Erst 1846 verfasste die Uni Cambridge schließlich ein allgemein gültiges Regelwerk, in dem auch das erste Mal festgehalten wurde, dass in einer Fußballmannschaft nur elf Spieler sein müssen.
Ja, meine Damen und Herren, hiermit komme ich zum Schluß und möchte Ihnen, die Sie sich hoffentlich auch nicht so einfach mit dieser Antwort zufrieden geben wollen, noch sagen: Der eigentliche Grund, warum in einer Fußballmannschaft elf Mann spielen, ist der, dass die Universitäten zur damaligen Zeit Schlafsäle mit elf Betten hatten.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen viel Vergnügen beim weiteren Verlauf der Tagung!
2007-11-08
Heinrich Heine: "Anno 1839"
O, Deutschland, meine ferne Liebe,
Gedenk ich deiner, wein ich fast!
Das muntre Frankreich scheint mir trübe
Das leichte Volk wird mir zur Last.
Nur der Verstand, so kalt und trocken,
Herrscht in dem witzigen Paris -
O, Narrheitsglöcklein, Glaubensglocken,
Wie klingelt ihr daheim so süß!
Höfliche Männer! Doch verdrossen
Geb ich den artgen Gruß zurück -
Die Grobheit, die ich einst genossen,
Im Vaterland, das war mein Glück!
Lächelnde Weiber! Plappern immer,
Wie Mühlenräder stets bewegt!
Da lob ich Deutschlands Frauenzimmer,
Das schweigend sich zu Bette legt.
Und alles dreht sich hier im Kreise,
Mit Ungestüm, wie 'n toller Traum!
Bei uns bleibt alles hübsch im Gleise,
Wie angenagelt, rührt sich kaum.
Mir ist, als hört ich fern erklingen
Nachtwächterhörner, sanft und traut;
Nachtwächterlieder hör ich singen,
Dazwischen Nachtigallenlaut.
Dem Dichter war so wohl daheime,
In Schildas teurem Eichenhain!
Dort wob ich meine zarten Reime
Aus Veilchenduft und Mondenschein.
Gedenk ich deiner, wein ich fast!
Das muntre Frankreich scheint mir trübe
Das leichte Volk wird mir zur Last.
Nur der Verstand, so kalt und trocken,
Herrscht in dem witzigen Paris -
O, Narrheitsglöcklein, Glaubensglocken,
Wie klingelt ihr daheim so süß!
Höfliche Männer! Doch verdrossen
Geb ich den artgen Gruß zurück -
Die Grobheit, die ich einst genossen,
Im Vaterland, das war mein Glück!
Lächelnde Weiber! Plappern immer,
Wie Mühlenräder stets bewegt!
Da lob ich Deutschlands Frauenzimmer,
Das schweigend sich zu Bette legt.
Und alles dreht sich hier im Kreise,
Mit Ungestüm, wie 'n toller Traum!
Bei uns bleibt alles hübsch im Gleise,
Wie angenagelt, rührt sich kaum.
Mir ist, als hört ich fern erklingen
Nachtwächterhörner, sanft und traut;
Nachtwächterlieder hör ich singen,
Dazwischen Nachtigallenlaut.
Dem Dichter war so wohl daheime,
In Schildas teurem Eichenhain!
Dort wob ich meine zarten Reime
Aus Veilchenduft und Mondenschein.
Gefunden: Dominique
Der Name Dominik ist wie so viele heute gängige Namen lateinischen Ursprungs. Das lateinische Dominicus bedeutet ,,dem Herr geweiht" oder ,,der zum Herrn Gehörende". Dieses "Herr" war bei den Römern durchaus wörtlich zu verstehen, also eine Gottheit, der ein Dominik zeitlebes dienen musste. Für die Christen konnte mit ,,Herr" nur Gott gemeint sein, weshalb das Leben eines Dominik unter einem besonders guten Stern steht. Denn Dominik ist in der christlichen Tadition jemand mit einer ganz engen Beziehung zu Gott. Kein Wunder, dass dieser Name im Mittelalter so beliebt wurde und seither praktisch in allen europäischen Ländern und Sprachen verteten ist.
Üblicherweise weiblich gebrauchte Formen des Namens sind Dominika, Dominica und Domenika, männliche Formen sind Dominig, Dominic und Dominik. Die französische Form Dominique kann sowohl männlich als auch weiblich sein. Nach Schweizer Namensrecht gehört Dominique damit zu den Vornamen, die das Geschlecht nicht eindeutig bestimmen, der Vorname muss also mit einem anderen eindeutig weiblichen oder männlichen Vornamen kombiniert (z.B. Dominique François, Dominique Isabelle) oder in einer eindeutig das Geschlecht bezeichnenden Form (Dominik, Dominika) gewählt werden (Artikel 69 der Zivilstandsordnung vom 01. Juni 1953, Vornamengebung).
Üblicherweise weiblich gebrauchte Formen des Namens sind Dominika, Dominica und Domenika, männliche Formen sind Dominig, Dominic und Dominik. Die französische Form Dominique kann sowohl männlich als auch weiblich sein. Nach Schweizer Namensrecht gehört Dominique damit zu den Vornamen, die das Geschlecht nicht eindeutig bestimmen, der Vorname muss also mit einem anderen eindeutig weiblichen oder männlichen Vornamen kombiniert (z.B. Dominique François, Dominique Isabelle) oder in einer eindeutig das Geschlecht bezeichnenden Form (Dominik, Dominika) gewählt werden (Artikel 69 der Zivilstandsordnung vom 01. Juni 1953, Vornamengebung).
2007-11-04
Charles Baudelaire "Les Aveugles", Les fleurs du mal XCII
Contemple-les, mon âme; ils sont vraiment affreux !
Pareils aux mannequins; vaguement ridicules;
Terribles, singuliers comme les somnambules;
Dardant on ne sait où leurs globes ténébreux.
Leurs yeux, d'où la divine étincelle est partie,
Comme s'ils regardaient au loin, restent levés
Au ciel; on ne les voit jamais vers les pavés
Pencher rêveusement leur tête appesantie.
Ils traversent ainsi le noir illimité,
Ce frère du silence éternel. O cité,
Pendant qu'autour de nous tu chantes, ris et beugles,
Eprise du plaisir jusqu'à l'atrocité,
Vois ! je me traîne aussi ! mais, plus qu'eux hébété,
Je dis : Que cherchent-ils au Ciel, tous ces aveugles ?
Charles Baudelaiere "Die Blinden", Die Blumen des Bösen XCII
Betrachte sie, o meine Seele; sie sind wahrlich gräßlich!
Den Gliederpuppen gleich; ein wenig lächerlich;
Schrecklich und wunderlich wie Schlafwandler;
Mit finstren Augenkugeln starrend, nieman weiß wohin.
Ihre Augen, denen der göttliche Funke entwich,
bleiben, als blickten sie ins Weite,
dem Himmel zugekehrt; nie sieht man sie versonnen
das schwere Haupt zum Pflaster neigen.
So wandern sie in grenzenloser Schwärze,
dem Bruder der ewigen Stille. O Stadt!
indes du rings um uns singst und lachst und grölst,
Nach Lüsten gierig bis zur Greueltat,
Sieht! ich auch schleppe mich! doch stumpfer noch als jene
Spreche ich: Was suchen sie am Himmel, all diese Blinden?
Pareils aux mannequins; vaguement ridicules;
Terribles, singuliers comme les somnambules;
Dardant on ne sait où leurs globes ténébreux.
Leurs yeux, d'où la divine étincelle est partie,
Comme s'ils regardaient au loin, restent levés
Au ciel; on ne les voit jamais vers les pavés
Pencher rêveusement leur tête appesantie.
Ils traversent ainsi le noir illimité,
Ce frère du silence éternel. O cité,
Pendant qu'autour de nous tu chantes, ris et beugles,
Eprise du plaisir jusqu'à l'atrocité,
Vois ! je me traîne aussi ! mais, plus qu'eux hébété,
Je dis : Que cherchent-ils au Ciel, tous ces aveugles ?
Charles Baudelaiere "Die Blinden", Die Blumen des Bösen XCII
Betrachte sie, o meine Seele; sie sind wahrlich gräßlich!
Den Gliederpuppen gleich; ein wenig lächerlich;
Schrecklich und wunderlich wie Schlafwandler;
Mit finstren Augenkugeln starrend, nieman weiß wohin.
Ihre Augen, denen der göttliche Funke entwich,
bleiben, als blickten sie ins Weite,
dem Himmel zugekehrt; nie sieht man sie versonnen
das schwere Haupt zum Pflaster neigen.
So wandern sie in grenzenloser Schwärze,
dem Bruder der ewigen Stille. O Stadt!
indes du rings um uns singst und lachst und grölst,
Nach Lüsten gierig bis zur Greueltat,
Sieht! ich auch schleppe mich! doch stumpfer noch als jene
Spreche ich: Was suchen sie am Himmel, all diese Blinden?
2007-11-03
Sexualität und Sprache (Seminar)
"Man kommt nicht als Frau zur Welt, sondern wird es." (Simone de Beauvoir)
"Strenggenommen kann man nicht sagen, daß die Frau existiert." (Julia Kristeva)
"Frauen haben kein Geschlecht." (Luce Irigaray)
"Die Kategorie Geschlecht ist die politische Kategorie, die die Gesellschaft als heterosexuelle begründet." (Monique Wittig)
"Strenggenommen kann man nicht sagen, daß die Frau existiert." (Julia Kristeva)
"Frauen haben kein Geschlecht." (Luce Irigaray)
"Die Kategorie Geschlecht ist die politische Kategorie, die die Gesellschaft als heterosexuelle begründet." (Monique Wittig)
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