Ich glaube, auf eine gewisse Art und Weise empfinde ich noch immer etwas für dich, bin ich noch immer in dich verliebt, bist du noch immer Sonne.
Es macht mir Angst, dass ich so sentimental werde, wenn ich deine Musik höre oder Bilder von dir sehe. Ich stelle mein momentanes Leben in Frage, wenn ich merke, dass mein Herz schneller schlägt, wenn ich dich sehe.
Damals hast du mich so sehr inspiriert, dass ich heute behaupten kann, diese Zeit war meine produktivste und sonnigste, wärmste. Auch, wenn ich jetzt glücklich bin und geliebt werde, trifft das zu.
Wenn ich an dich denke, lebe ich in der Vergangenheit. Ich bin wieder der Mensch, der ich damals war. Und ich lebe wieder die Gedanken und Fantasien, die ich damals hatte.
Ich weiß, dass das Bild, das ich von dir habe, deinem heutigen Ich nicht mehr entspricht. Ich denke es zumindest, denn eigentlich habe ich dich kaum gekannt. Was ich auch heute noch bedaure. Was hätte alles geschehen können, wenn dies anders gewesen wäre?
Ich stelle mir vor, dass du ein Leben führst, von dem ich immer geträumt habe und noch träume. Das lässt mich neidisch und traurig werden und ich sehe mein Leben an, als sei es nichts wert, als möge ich es nicht und als sei es nicht das, was ich will.
Es schmerzt mich, im Nachhinein, dass ich womöglich manche Chance an mir vorbeiziehen lassen habe, weil ich damals zu schüchtern war und mich mit dem, was ich von dir bekam, zufrieden gab. Und heute kann ich dies nicht alles wieder versuchen, denn in gewisser Weise bin ich gefangen und kann, darf und will mich nicht befreien. Und auch hier wieder die Frage: Wer sagt mir, dass dieses "Gefängnis" das Richtige ist?
Und so höre ich deine Musik und werde melancholisch und denke erneut daran, wie schön es gewesen wäre, wenn ich wirklich zu euch gehört hätte...
2008-01-19
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